Das Murmeltier

Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns (Franz Kafka)

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Dienstag, 01.02.2011, 18:43



Es gibt Tage wie diese.
Der Schnee streichelt in leisen, zarten Flocken dein Gesicht.
Die Sonne durchbricht die Nebelwand
und erhellt dein Leben mit diesem weichen, rosa Licht.
Und die schmelzenden Kristalle auf deiner Haut
flüstern dir leise ins Ohr: Atme.

Atme die klare Luft dieses Tages.
Fühl die prickelnde Kälte auf deiner Haut.
Hör das Knirschen des Schnees unter deinen Füßen.
Sieh die glitzernde Pracht dieser Welt.
Denn das Leben ist schön.
Du musst nur ganz bei dir sein.
Gerade an Tagen wie diesen.







Foto: made by Murmeltier


Donnerstag, 27.01.2011, 19:34

Ihr Lieben,

Unsere allerliebste Domo hat für sich, Elsa und mich ein weiteres Platzerl geschaffen. Eine zusätzliche Spielwiese sozusagen, auf der wir uns austoben und neue Fantasiewelten erschaffen können! Es darf gelacht, geliebt und gehofft werden, was das Zeug hält!

Natürlich werde ich auch weiterhin an dieser Stelle zu lesen sein, aber Freitags findet ihr mich ab jetzt in einem anderen Bau. Und morgen ist der Tag X, morgen beziehe ich ganz offiziell diesen weiteren Murmelbau. Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie es war, als ihr zum ersten Mal den Schlüssel zu eurer ersten eigenen Wohnung ins Schloss gesteckt, aufgeschlossen habt und eingetreten seid? Ihr blickt euch um und schmiedet schon Pläne für eure Wohnungseinrichtung, überlegt, wie ihr das Heim für euch und eure Freunde möglichst heimelig gestalten könnt. Mein neuer Murmelbau wartet nur darauf, von mir und euch in Besitz genommen zu werden.




Was euch dort erwartet? Nun, es dreht sich alles um das kleine Wörtchen Hoffnung.

Hoffentlich kennt ihr den Begriff „Pawlowscher Hund“. Diese Bezeichnung bezieht sich nämlich auf das erste empirische Experiment des russischen Forschers Pawlow zum Nachweis der klassischen Konditionierung. Wenn ein Hund regelmäßig nach dem Ertönen eines Glockentons sein Futter bekam, so reagierte er schließlich allein auf den Ton mit Speichelfluss. Ich hoffe, dass wir es mit Hilfe dieses Blogs schaffen werden, auch aus euch so einen pawlowschen Hund zu machen. Unser gemeinsames erklärtes Ziel lautet: Beim Lesen muss sofort ein Funke der Hoffnung auf euch überspringen. Ihr kennt doch sicher die altbewährte Murmeltiersalbe, die man in den Bergen wegen ihrer wunderbar heilsamen Wirkung so gerne an arglose Touristen verscherbelt. Die Murmel hat nicht nur immer und immer wieder den „Alchemisten“ gelesen, nein, sie ist offenbar auch zu einem mutiert, denn ab sofort gibt es exklusiv für euch ein zum Patent angemeldetes Mittel bei Kummer und Depression. Die Rede ist von Murmler’s Hope©.

Jahrhunderte alten Überlieferungen zufolge ist Mumler’s Hope© ein bewährter Lesestoff, der besonders bei vorübergehender aber auch chronischer Hoffnungslosigkeit wohltuende Erleichterung bringt. Unsere Original Murmeltier-Rezeptur kombiniert all diese Eigenschaften zu einem wunderbaren Blog und ist in dieser Form einzigartig am Markt. Die positive Wirkung tritt bei täglichem Lesen schon nach wenigen Tagen ein und ist frei von Nebenwirkungen.


Und hier ist der Beipackzettel für euch:

__________________________________________________________
Gebrauchsinformation

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

1. Was ist Murmler’s Hope© und wofür wird es angewendet?

Murmler’s Hope© ist ohne Verschreibung erhältlich. Jahrhunderte alten Überlieferungen zufolge ist dieser Lesestoff ein bewährtes Mittel bei vorübergehender aber auch chronischer Hoffnungslosigkeit, das in den meisten Fällen schon nach wenigen Anwendungen wohltuende Erleichterung bringt. Unsere Original Murmeltier-Rezeptur kombiniert all diese Eigenschaften zu einem wunderbaren Blog und ist in dieser Form einzigartig am Markt.

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Murmler’s Hope© beachten?

Murmler’s Hope© sollte nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Schreibstil des Autors dieses Blogs sind.

3. Wie ist Murmler’s Hope© anzuwenden?

Wenden Sie Murmler’s Hope© immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie beim Autor dieses Blogs nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis im akuten Fall der Hoffnungslosigkeit zweimal täglich. Abends vor dem Schlafengehen und morgens nach dem Aufstehen. Dieser Lesestoff kann und soll sogar langfristig angewendet werden, denn nur so kann Ihr Hoffnungsquotient angehoben und dauerhaft stabilisiert werden. Bitte sprechen Sie mit dem Autor dieses Blogs, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Murmler’s Hope© zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Murmler’s Hope© angewendet haben als in der Packungsbeilage empfohlen:

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ist eine Überdosierung mit Murmler’s Hope© auszuschließen und bisher auch nicht bekannt geworden. Beim Auftreten von Nebenwirkungen, setzen Sie die Anwendung bitte sofort ab.

Wenn Sie die Anwendung von Murmler’s Hope© vergessen haben:

Sie können bedenkenlos die doppelte Dosis anwenden, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die positive Wirkung tritt bei täglichem Lesen schon nach wenigen Tagen ein und ist üblicherweise frei von Nebenwirkungen. Dennoch kann der Autor dieses Blogs keine Garantie dafür übernehmen, dass - wie jeder andere Lesestoff auch - Murmler’s Hope© im ungünstigsten Fall Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen wie Übelkeit oder Brechreiz auslösen könnte. Setzen Sie in diesem Fall das Lesen dieses Blogs sofort ab, vermeiden Sie aber bitte eine Kontaktaufnahme mit dem Autor, um bei diesem nicht im Gegenzug das akute Auftreten von Weinkrämpfen und tiefer, irreversibler Hoffnungslosigkeit hervorzurufen.

5. Wie ist Murmler’s Hope aufzubewahren?

Murmler’s Hope© für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Dieser Lesestoff hat kein Verfalldatum.
Nicht unter 0ºC lagern, da der Autor überaus kälteempfindlich ist.






I'M WAITING FOR YOU - TOMORROW!



http://hope.gesundheit.co.at/2011/01/28/und-einmal-taglich-murmlers-hope/



Bildquelle: http://www.harveygoldsmith.com/news-and-press-release-item.php?item=25


Mittwoch, 26.01.2011, 17:33

Was ich am Winter mag?

Ich liebe es, im Wohnzimmer in mindestens eine Decke gekuschelt auf der Couch zu liegen und mir Folge um Folge von „Gilmore Girls“ oder „Lost“ zu Gemüte zu führen.

Ich liebe es, frischgebackene Waffeln oder Ofenkartoffeln mit viel geriebenem Emmentaler und Knoblauchsauce zu verspeisen und dazu heißen Tee mit ein wenig Kirschrum zu schlürfen.

Gut ist am Winter auch, dass blickdichte Strumpfhosen mit dem Prädikat „mit leichtem Stützeffekt“ gerade in der Farbe schwarz etwas aus der Form geratene Oberschenkel sehr gut kaschieren können und überraschenderweise auch einen recht schlanken Fuß zaubern. Nicht so gut ist, dass diese Strümpfe – unter Jeans getragen - den Spielraum so mancher Hose empfindlich verkleinern.

Auch weniger gut ist, dass in der kalten Jahreszeit Stiefeletten oder Stiefel an der Tagesordnung stehen, die Waden, die nicht gerade nach Kate Moss kommen, das Leben auch nicht unbedingt leichter machen. Hat man erst mal die Hürde des Hineinzwängens genommen, so ist noch lang nicht aller Tage Abend, denn noch steht das Abenteuer Reißverschluss-Zuziehen bevor. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber kann es sein, dass eine geheime Stiefelmaffia existiert, die Stiefelschäfte immer enger schneidern lassen? In solchen Situationen klingt jedes Mal wieder Hubert von Goiserns „Hirtermadel“ in meinen Ohren. Ja, den Hubert, den hätt ich auch äußerst dekorativ auf der Bühne unterstützen können. Besonders bei der Liedzeile „I mag a Madel aus der Stadt, das dicke Wadeln hat“ wäre ich eine überaus große optische Bereicherung gewesen.

Um mich aus meiner winterlichen Lethargie wieder herauszumanövrieren war auch eine im November letzten Jahres nun schon zum zweiten Mal durchgeführte Hand-OP nicht gerade eine große Unterstützung (näheres dazu demnächst – ich kann euch schon jetzt versprechen, dass es ein Fest für all jene sein wird, die „Dr. House“ lieben). Den mehrwöchigen Krankenstand, den diese Operation mit sich brachte, verlebte ich – wie sollte es anders sein – überwiegend in der Horizontalen. Zunächst hatte ich noch im Schlafzimmer rund um meine Betthälfte äußerst dekorativ diverse Stöße von Büchern gestapelt, die es nun endlich zu verschlingen galt. Verschlungen habe ich dann jedoch vielmehr Staffel drei bis sechs von den "Gilmore Girls" sowie im Vorabendprogramm zum hundertsten Mal die in der Endlosschleife gesendeten Folgen von „Two and a half man“ und „King of Queens“, was nicht unbedingt meiner intellektuellen Bereicherung diente. Über weltpolitisch brisante Themen kann ich zwar im Moment nicht unbedingt philosophieren, dafür aber sämtliche Folgen oben genannter Serien im O-Ton mitsprechen, was mich zu einem überaus nervigen Mitbewohner macht.
Alles in allem konnte man meinen Aktivitätsgrad auf gut wienerisch auch so beschreiben: a stinkertes Geselchtes war ein Lercherlschas gegen mich.




Ihr könnt euch also bildlich vorstellen, in welcher Verfassung ich mich befand, als ich im Jänner mein Lauftraining wieder aufnahm. Aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Aber aufgepasst! Ich hab jetzt einen tollen Motivationstrainer entdeckt! Er hat zwar eine etwas raue Schale, aber die Ergebnisse sprechen für sich… Ein Mann, dem die Frauen vertrauen…





Bildquelle: http://www.formel4-fitness.de/formel4/tl_files/Formel-4/images/template/modules/schweinehund.gif